Kapitel 50
Schau dich das nächste Mal in der U-Bahn oder im Warteraum um. Fast alle Köpfe zeigen in dieselbe Richtung: nach unten. Auf das Smartphone, das Display, den Laptop. Das hat sich in weniger als zwanzig Jahren normalisiert — ein evolutionäres Wimpernzucken, in dem der menschliche Körper keine Zeit hatte, sich anzupassen.
Der Arzt und Autor Dr. Rangan Chatterjee beschreibt dieses Phänomen als angesammelte körperliche Schulden: Die modernen Lebensgewohnheiten — Sitzen, Starren, wenig Bewegung — bauen über Jahre eine stille Last auf, die irgendwann als Schmerz, Erschöpfung oder Sehverschlechterung sichtbar wird. Nicht dramatisch, nicht plötzlich. Langsam und deshalb leicht zu übersehen.
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